Nr. 3|Juni 2026

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Die Spitex findet auch im Ausnahmezustand den Weg zu den Menschen

Artikel der Printausgabe 3/2026

Wie die Spitex in einem Ausnahmezustand funktioniert – und hilft

Auf welche Ausnahmesituationen des Schweizer Gesundheitswesens sich der Bund vorbereitet, weiss Tenzin Lamdark, Beauftragter für den...

Die Ausnahme vom Alltag: fünf Beispiele aus der Praxis 

Fünf Berichte, fünf Auseinandersetzungen mit Ausnahmezuständen: Spitex- Organisationen aus dem Wallis und dem Tessin berichten, wie ...

Sarah Birolini will in Krisen Köpfe kennen

Sarah Birolini ist diplomierte Pflegefachfrau und Offizierin der Schweizer Armee. Die Teamleiterin bei der Spitex Knonaueramt (ZH) b...

Das ist unser Zielbild «Care@Home 2040»

Wie wollen die Menschen im Jahr 2040 zu Hause leben und versorgt werden? Und welche Rolle wird die Spitex dabei einnehmen? Mit diese...

«Gehen wir EFAS konstruktiv an, kann die Spitex gestärkt daraus hervorgehen»

Die einheitliche Finanzierung der Leistungen, EFAS, wird die Finanzierung der Spitex ab 2032 grundlegend verändern. Thibault Castion...

«Es ist eindrücklich, wenn ich Klientinnen und Klienten entlasten kann»

Vergangenes Jahr hat die Spitex Region Schwyz ein Case Management für besonders komplexe Pflegesituationen ins Leben gerufen. Der Be...

Märchen verzaubern Menschen in Pflege und Betreuung

Das Projekt «Sternstunden» der Mutabor Märchenstiftung ermöglicht Menschen in Pflege und Betreuung, in magische Welten einzutauchen....

«Ich habe viel von den Pflegefachfrauen in Süd-Kivu gelernt»

Véronique Oberli-Monnier, Pflegefachfrau bei der Neuenburger Spitex NOMAD, engagiert sich seit über 20 Jahren in der Demokratischen ...

Editorial

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Liebe Leserinnen und Leser

Die Leistungen der Spitex sind von zentraler Bedeutung für das (Über-)Leben Tausender Menschen. Darum müssen wir uns dafür rüsten, diese Leistungen auch in einer Ausnahme­situation aufrechterhalten zu können. So kön­nen sich Spitex-Organisationen auf Basis der Erfahrungen mit Covid-19 besser auf eine allfällige nächste Pandemie vorbereiten. Indem sie wissen, wie sie schnell an Schutzmaterial kommen, festhalten, wer in der Krise welche Rolle übernimmt, und regeln, welche Leistungen sie dann streichen oder delegieren können. Wertvoll sind solche Vorbereitungen auch in Bezug auf Szenarien wie einen Stromausfall oder Naturkatastrophen. Wichtig ist dabei stets, dass wir reflektiert, aber nicht übervorsichtig sind – und dass unsere Krisenmanagement-Konzepte auf verschiedenste Krisen adaptierbar sind. Von den für die Restfinanzierung der Spitex zuständigen Kantonen und Gemeinden wünsche ich mir, dass sie dieses Krisenmanagement zu finanzieren bereit sind. Schliesslich muss ihr Interesse daran gross sein, dass die Spitex ihren wichtigen Auftrag auch in Ausnahmesituationen erfüllen kann.

Aufgrund ihrer Nähe zu Tausenden vulnerablen Menschen, die sie in einer Notlage gut begleiten und betreuen kann, ist die Spitex zudem eine kompetente Helferin zur Bewältigung einer Ausnahmesituation. Und sie kann die Spitäler entlasten, wenn es zu einen Massenanfall an Verletzten kommt. Wie diese Ausgabe zum Fokusthema «Die Spitex und der Ausnahmezustand» berichtet, leistet auch Spitex Schweiz in einer nationalen Krise einen wichtigen Beitrag, etwa als Koordi­natorin oder Informationstrichter. Darum arbeiten wir an einer Risiko-Matrix, die unterschiedlichste Ausnahmezustände umfasst. Liebe Leserinnen und Leser, natürlich hoffen wir alle, dass wir keine (weitere) Krise miterleben müssen. Falls dies aber passiert, können wir JETZT sicherstellen, dass wir gut vorbereitet sind – und uns so im Nachhinein nicht darüber ärgern müssen, dass wir uns das Sprichwort «Vorsicht ist besser als Nachsicht» nicht zu Herzen genommen haben.

Marianne Pfister
Co-Geschäftsführerin von Spitex Schweiz