Spitex und Heime rücken zusammen
Von der nationalen über die kantonale bis hin zur regionalen und kommunalen Ebene rücken Spitex und Pflegeheime zusammen. Curaviva-G...

Gemeinsam für eine bessere Begleitung
Liebe Leserinnen und Leser
Dieses «Spitex Magazin» befasst sich mit der Kooperation zwischen Alters- und Pflegeheimen und der Spitex. Dies spiegelt eine wichtige Entwicklung wider: Die Versorgung älte- rer Menschen kann nicht mehr isoliert erfolgen; komplexe Lebensverläufe erfordern eine bessere Koordination. Vor vier Jahren schlossen sich darum die Vereinigung Freiburgischer Alterseinrichtungen (VFA) und der Spitex-Kantonalverband zusammen und gründeten die Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen und Spitex (VFAS). Das Ziel war klar: einen Ansatz zu entwickeln, der den gesamten Behandlungsweg der Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Leistungen der Spitex besser mit denjenigen der Heime verknüpft.
Die Gründung verlief nicht ohne Herausforderungen. Es galt, Organisationen mit unterschiedlichen Realitäten und Aufgaben um eine gemeinsame Vision herum zusammenzuführen. Heime und Spitex verfügen über unterschiedliche Berufskulturen, Organisationsformen und Prioritäten. Es erforderte viel Arbeit, ein gegenseitiges Verständnis aufzubauen und eine Dynamik der Zusammenarbeit zu schaffen. Gleichzeitig verlieh sich der Dachverband eine eigene Führungsstruktur und arbeitete an seiner Akzeptanz gegenüber Mitgliedern, Behörden und Partnern. Nun, da ich mich darauf vorbereite, meine Stelle als Direktorin der VFAS im Juni 2026 zu verlassen, um mich neuen Herausforderungen zu stellen, verspüre ich das Gefühl einer erfüllten Aufgabe: Heute fördert die VFAS die Kontinuität und Komplementarität der Altersversorgung. Gemeinsame Fortbildungen, der Austausch von Best Practices, ein System zur Qualitätsverbesserung sowie die Entwicklung einer Zertifizierung in der Palliative Care stärken die Kompetenzen der Fachkräfte in der Langzeitpflege. Und durch die Bündelung ihrer Kräfte können Spitex und Heime mit einer gemeinsamen Stimme zur Weiterentwicklung des Sozial- und Gesundheitswesens beitragen.
Claude Bertelletto Küng
Direktorin der VFAS