Gesundheitsfachkräfte im Beruf halten

Psychosoziale Belastungen bei der Arbeit führen zu frühzeitigem Ausstieg aus dem Beruf. Wie dies bei der Spitex Jura (FASD) verhindert werden kann, untersucht die Studie «DoMiRéFas».

RED. Die Studie der Hochschule für Gesundheit Vaud (HESAV) und der Hochschule Gesundheit Arc (HE-Arc Santé) befasst sich mit einer der grössten Herausforderungen des Gesundheitswesens – jener, wie verhindert werden kann, dass Fachkräfte vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden. «Die Ursachen für diese Abgänge sind bekannt», erklären Anne Gerber und Charlotte Gilart de Keranflec’h, Dozentinnen an der Hochschule für Gesundheit Vaud ­(HESAV) und Leiterinnen der Studie, in einer Medienmitteilung. «Zahlreiche Untersuchungen beschreiben die psychosozialen Risikofaktoren, die die Arbeit von Gesundheitsfachkräften ­belasten. Wenn nichts dagegen unternommen und die Arbeitsorganisation nicht gezielt verbessert wird, so brennt das Personal auch künftig aus.» 

Die beiden Hochschulen wollen gemeinsam mit der Spitex Jura (FASD) konkret zur Lösungsfindung beitragen. So soll unter anderem untersucht werden, wie die psychosozialen Risiken bei der Arbeit beeinflusst werden können. «Im Rahmen unserer Schulungen lernen die Führungskräfte, die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern», so Anne Gerber und Charlotte Gilart de Keranflec’h. Die Studienleiterinnen halten fest: «Diese Studie ist unseres Wissens eine der ersten in der Schweiz, die Verbesserungsmassnahmen in dieser Form im Spitex-Kontext implementiert.» Die Ergebnisse werden in erster Linie den Gesundheitsfachkräften zugutekommen, allerdings werden auch die Spitex-Organisation und ihre Klientinnen und Klienten von den Erkenntnissen profitieren. Und schliesslich werden diese auch in verschiedene Ausbildungen für Gesundheitsfachkräfte einfliessen. Die Studie DoMiRéFas läuft bis Ende 2026.

Eine Studie untersucht, wie Gesundheitsfachkräfte im Beruf gehalten werden können.
Themenfoto: Spitex Schweiz

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