3 min 23. Oktober 2026

Die Vorzüge der Spitex waren Thema an der IFAS

9'500 Menschen besuchten dieses Jahr die IFAS, die Fachmesse für die Schweizer Gesundheitsbranche. In einem Referat am «IFAS Forum» ging Claudia Schade-Meier, Geschäftsführerin des Spitex Verband Kanton Zürich, auf den Fachkräftemangel in der Pflege ein – und umriss dabei, dass bei der Spitex auch bestimmte, andernorts wenig beliebte Fachkräfte willkommen sind.

KM. In vier Hallen brachte die IFAS vom 20. bis am 22. Oktober 2026 Fachpersonen, Unternehmen und Institutionen aus dem gesamten Schweizer Gesundheitswesen zusammen. Das Angebot der Ausstellenden reichte von Medizintechnik und Pflege über Hygiene und Physiotherapie bis hin zu IT und Ausstattung. «Damit bildete die Fachmesse zentrale Bereiche entlang der Versorgungskette ab und schuf einen Ort, an dem sich konkrete Anwendungen, strategische Fragen und neue Partnerschaften miteinander verbinden konnten», steht in der Pressemitteilung zum Abschluss der Messe.

An der IFAS trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der gesamten Schweizer Gesundheitsbranche. Foto: zvg

Ein Publikumsmagnet war unter anderem der «Speakers Corner», wo neue und gestandene Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen in kompakten 20-minütigen Pitches präsentierten. Im «Presentation Cube» vertieften Unternehmen und Fachpersonen ausgewählte Fragestellungen in einstündigen Referaten. Der «Startup & Innovation Park» brachte junge Unternehmen und etablierte Marktteilnehmer zusammen. In der «Networking Zone» entstanden neue Kontakte und Gespräche. Und die «CareFair» brachte zum zehnten Mal Arbeitnehmende und Arbeitgebende aus dem Gesundheitssektor zusammen.

Die Spitex und der Fachkräftemangel
Beliebt war laut den Verantwortlichen auch das «IFAS Forum»: Unterschiedlichste Referentinnen und Referenten beleuchteten zentrale Entwicklungen des Gesundheitswesens. An der Session «Fachkräftemangel – und jetzt?» beteiligte sich auch Claudia Schade-Meier, Geschäftsführerin des Spitex Verbands Kanton Zürich. Sie beleuchtete den Fachkräftemangel aus Sicht der ambulanten Versorgung. So zeigte sie unter anderem auf Basis des neuen Obsan-Berichts[1] auf, dass die Spitex heute und in Zukunft besonders viele zusätzliche Fachkräfte braucht, unter anderem wegen der Umsetzung des Leitsatzes «ambulant vor stationär». Sie berichtete, dass die Spitex immer mehr eigenen «Nachwuchs» ausbildet. Und sie erklärte, dass die ausgebildeten Fachkräfte dank der richtigen Rahmenbedingungen auch im Beruf gehalten werden müssen, etwa mit attraktiven Teilzeitmodellen, vielen Möglichkeiten für Weiterbildung und Entwicklung sowie einer Reduktion der hohen administrativen Belastung. «Es braucht mehr Vertrauen in die Pflegefachkräfte. Eine sichere Gesundheitsversorgung sollte auch möglich sein, ohne alles bis ins hinterste Detail zu dokumentieren müssen», betonte sie.

Claudia Schade-Meier, Geschäftsführerin des Spitex Verbands Kanton Zürich, diskutierte gemeinsam mit Richard Mansky, Geschäftsleitungsmitglied beim Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen (vsao; links) und Harald Klein, Geschäftsführer der Alters- und Pflegeheime Glarus Nord (rechts), über den Fachkräftemangel. Moderiert wurde die Runde von Felix Schneuwly, Head of Public Affairs bei Comparis. Bild: Spitex Verband Kanton Zürich

Claudia Schade-Meier umriss auch die Vorzüge der Spitex. Beispielsweise erklärte sie, dass die Spitex vielfältige Herausforderungen, viel Menschlichkeit, eine ganzheitliche Pflege, Familienfreundlichkeit bieten könne – und «Arbeitsbedingungen, die so vielfältig sind wie die Menschen». Die meisten Spitex-Organisationen würden zudem Fachkräfte willkommen heissen, die (aktuell) nicht an vielen Stellenprozenten interessiert sind. «Schickt Eltern, die mit tiefprozentigem Pensum wieder in den Pflegeberuf einsteigen möchten, zur Spitex. Wir sind offen für sie!», sagte sie.

Mehr Informationen: www.ifas-expo.ch


[1] Spitex Magazin – Der Personalmangel in der Pflege und Betreuung hat sich verschärft 

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