Eine gemeinsame Vision für die künftige Versorgung

Marianne Pfister, Co-Geschäftsleiterin von Spitex Schweiz, und Alexandra Heilbronner, Geschäftsführerin von OdASanté, der nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit, äussern sich zu künftigen Berufsprofilen bei der Spitex, den Bedürfnissen der Praxis, den regulatorischen Rahmenbedingungen und den Herausforderungen der Berufsbildung.

INTERVIEW: EVA ZWAHLEN

SPITEX MAGAZIN: Alexandra Heilbronner 1 und Marianne Pfister 2, die Spitex steht vor grossen gesellschaftlichen Entwicklungen. Was bedeuten die Zunahme von Multimorbidität, chronische Erkrankungen, die Digitalisierung oder die Ambulantisierung für die Berufsprofile, die künftig in der Spitex gebraucht werden? 
ALEXANDRA HEILBRONNER: All diese Veränderungen wirken sich auf die Anforderungen an die Gesundheitsberufe aus und treiben die Weiterentwicklung von Berufsprofilen und des Skill- und Grademix voran. Sie betreffen nicht nur die Spitex, sondern alle Versorgungssettings. Deshalb sind generalistische Berufsprofile wichtig: Sie ermöglichen Fachpersonen, sich zwischen verschiedenen Settings zu bewegen, unterstützen die Durchlässigkeit und erhöhen die Attraktivität der Ausbildung. Gleichzeitig besteht ein Spannungsfeld zwischen flexiblen und settingspezifischen Ausbildungsinhalten und dem Bedürfnis nach Verlässlichkeit, Stabilität und Durchlässigkeit. Bildungserlasse und Berufsprofile sollten deshalb nicht bei jeder Veränderung angepasst werden müssen, denn das generiert Unruhe und Aufwand.
MARIANNE PFISTER: Aus Sicht der Spitex müssen wir uns fragen, welche Fähigkeiten wir längerfristig benötigen. Mit unserem Zukunftsbild Care@Home 2040 3 gehen wir davon aus, dass die Versorgung künftig integriert, menschlich und digital unterstützt sein soll. Mitarbeitende an der Basis werden in Zukunft noch stärker gefordert sein, auf die Ansprüche der Klientinnen und Klienten einzugehen. Diese werden unter anderem digital affiner, holen sich das Wissen selbst. Früher akzeptierten Klientinnen und Klienten eher, was eine Fachperson vorgab. Heute haben sie häufig klare eigene Vorstellungen. Die Kommunikationskompetenz der Mitarbeitenden wird damit wichtiger. Dann: In einer integrierten Versorgung arbeitet die Spitex eng mit anderen Leistungserbringern entlang des gesamten Behandlungspfads zusammen und sucht nach guten Lösungen. Und schliesslich die Digitalisierung: Hier liegt die Schweiz bei digitalen Plattformen noch zurück. Langfristig müssen relevante Informationen am richtigen Ort verfügbar sein und miteinander verknüpft werden können. Das ist heute noch nicht vollständig möglich. Trotzdem dürfen wir nicht warten, bis perfekte Strukturen vorhanden sind. Wir müssen mit den bestehenden Mitteln beginnen, Informationen besser auszutauschen und die Mitarbeitenden auf die künftige Entwicklung vorzubereiten – und wir müssen uns konsequent fragen: Welche Aufgabe erfordert welche Kompetenz? Ein guter Skill-Grade-Mix ist deshalb bereits heute wichtig.
ALEXANDRA HEILBRONNER: Die angesprochenen Veränderungen wirken sich auf die Bildung aus. Entscheidend ist, die Involvierten in diese Prozesse einzubeziehen. Fachpersonen, beispielsweise aus der Spitex, sollen gezielt mitgestalten können – etwa bei der Frage, welche Handlungskompetenzen in den Bildungserlassen neu definiert werden müssen. 

Die Illustration zum Fokusthema «Berufsprofile heute und morgen» zeigt, was Fachkräfte für eine zukunftsträchtige Spitex generell mitbringen sollten. Illustration: Bea Würgler / www.neuweiss.ch

Ein generalistisches Profil unterstützt die Durchläs­sigkeit und erhöht damit auch die Attraktivität der Ausbildung.

Alexandra Heilbronner

Geschäftsführerin OdASanté

«Care@Home 2040» beschreibt die Spitex als Drehscheibe einer integrierten und digital unterstützten Gesundheitsversorgung zu Hause. Was bedeutet dies für die Berufs- und Kompetenzprofile der Zukunft? 
MARIANNE PFISTER: Care@Home 2040 bedeutet nicht, dass die Spitex alles selbst erledigt – im Gegenteil. Sie arbeitet in einem Netzwerk und stellt gemeinsam mit Hausärztinnen und -ärzten, Spitälern, Apotheken, Therapeutinnen und Therapeuten oder Sozialdiensten die gute Versorgung zu Hause sicher. Grundsätzlich werden die Fälle komplexer. Spitex-Mitarbeitende müssen die Klientensituationen ganzheitlich erfassen, Risiken früh erkennen und wissen, wann weitere Fachpersonen einzubeziehen sind. Neben pflegerischer Fachkompetenz braucht es deshalb insbesondere Kommunikations- und Koordinationsfähigkeit, um mit den Partnern im Netzwerk auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Ein typisches Beispiel ist der Übergang vom Spital in die eigenen vier Wände: Eine Person kommt mit mehreren Medikamenten nach Hause. Möglicherweise kommen weitere Medikamente der Hausärztin oder des Hausarztes hinzu. Die Spitex muss erkennen, wenn etwas nicht zusammenpasst, die richtigen Massnahmen einleiten und relevante Informationen weitergeben.
ALEXANDRA HEILBRONNER: Wir überprüfen regelmässig, wie sich Aufgaben und Rollen in der Versorgung weiterentwickeln und was dies für die Bildungserlasse bedeutet. Menschen leben länger zu Hause, sind älter und häufiger mehrfach oder chronisch erkrankt. Auch gesellschaftliche Entwicklungen spielen eine Rolle: Angehörige sind heute stärker involviert, politische und regulatorische Rahmenbedingungen ändern sich, Prävention gewinnt an Bedeutung. Bei Revisionen werden die an einen Beruf gestellten Anforderungen sowie Entwicklungen und Trends systematisch erfasst und die Bildungserlasse entsprechend weiterentwickelt. Dabei gibt es Grenzen: Ein Berufsprofil kann nicht beliebig um zusätzliche Kompetenzen erweitert werden. Kommen neue Anforderungen hinzu, muss geprüft werden, was an Bedeutung verliert oder wegfallen kann – und ob neue Kompetenzen ins Berufsprofil gehören oder über eine vertiefende Weiterbildung abgedeckt werden sollten. Entscheidend ist dabei der Einbezug der Branche, einschliesslich der Spitex. Wir arbeiten verbundpartnerschaftlich mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, den Kantonen, Bildungsorganisationen und dem Bund zusammen. Unser Anspruch ist, gemeinsam mit der Praxis für die Praxis Lösungen zu entwickeln.
MARIANNE PFISTER: Um zu wissen, welche Berufsprofile wir künftig brauchen und wie sie sich verändern, wird Spitex Schweiz 2027 eine Studie in Auftrag geben [vgl. Infokasten]. Ich verstehe, dass wir nicht für alle Branchen separate Rahmenlehrpläne haben können. Wichtig ist darum, dass die Profile nicht zu starr sind. Sie sollen flexibel durch spezifische Weiterbildungen ergänzt und erweitert werden können. So können Mitarbeitende gezielt für zusätzliche Aufgaben qualifiziert werden, ohne dass für jede neue Anforderung ein neues Berufsprofil oder eine neue Ausbildung geschaffen werden muss. Gleichzeitig muss die Praxis aufzeigen, wo bestehende Berufsprofile und Weiterbildungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen, um den Bedarf an qualifizierten Fachpersonen zu decken. 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Die Berufsbildung unterliegt gewissen Pendelbewegungen. So führte die Berufsbildungsreform von 2005 weg von spezialisierten hin zu generalistischeren Profilen. Handlungskompetenzen müssen daher in der Grundbildung relativ allgemein formuliert sein. Ausbildung findet an den drei Lernorten statt: im Betrieb, in den überbetrieblichen Kursen und in der Schule. Gerade der Betrieb ermöglicht eine Vertiefung für das jeweilige Setting.
MARIANNE PFISTER: An diesem Punkt zeigen sich die Spannungen, die es manchmal zwischen den Rahmenlehrplänen und der Praxis gibt. Die Basis versteht nicht immer, weshalb ein Rahmenlehrplan nicht schneller angepasst werden kann. Die Organisationen stehen unter Druck und müssen die Versorgung sicherstellen. Dies ist ein Balanceakt, der sorgfältig abgewogen werden muss. Denn beide Interessen sind wichtig.
ALEXANDRA HEILBRONNER: Die Diskussion rund um die Kompetenzen müssen wir immer mit Blick auf den
Versorgungsauftrag, den Marianne erwähnt, und den Qualitätsanspruch führen, der damit verbunden ist.

Care@Home 2040 bedeutet nicht, dass die Spitex alles selbst erledigt – im Gegenteil.

Marianne Pfister

Co-Geschäftsleiterin Spitex Schweiz

Wie viel Einheitlichkeit braucht es heute und in Zukunft bei den Berufsprofilen? Wo braucht es Spielraum für regionale Lösungen? 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Eine gewisse Einheitlichkeit ist durch den rechtlichen und regulatorischen Rahmen sowie die Bildungserlasse vorgegeben. Tarifliche Rahmenbedingungen bestimmen zudem mit, welche Leistungen abgerechnet werden können. Generalistische Berufsprofile brauchen eine verlässliche Kompetenzbasis, gleichzeitig aber Spielraum für settingspezifische Anforderungen. Die drei Lernorte ermöglichen, diese bereits in der Ausbildung zu berücksichtigen. Für ­darüber hinausgehende Kompetenzen stehen weitere Instrumente zur Verfügung, beispielsweise Branchen-
zertifikate.
MARIANNE PFISTER: Ich verstehe die Wichtigkeit von Einheitlichkeit: Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Qualitätsanforderungen müssen klar und verlässlich geregelt sein. Eine Geschäftsleitung muss wissen, welche Kompetenzen die Mitarbeitenden aufgrund ihrer Ausbildung mitbringen und welche Verantwortung ihnen übertragen werden kann. Wie die Versorgung konkret organisiert wird, kann dagegen regional unterschiedlich sein. Hier braucht eine Spitex-Organisation unternehmerischen und organisatorischen Spielraum, um ihren Versorgungsauftrag erfüllen zu können.

Die «Agenda Grundversorgung» des Bundesamtes für Gesundheit nimmt Themen wie Tasksharing und Taskshifting 4 auf. Wie kann dies künftig umgesetzt werden? 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Mit Blick auf das Tasksharing ist wichtig, dass wir bei der Weiterentwicklung von Bildungsgrundlagen künftig auch angrenzende Professionen stärker einbeziehen werden, etwa die Soziale Arbeit. Beim Taskshifting muss auch die Branche ihren Beitrag leisten. Wir sollten uns von reinen standespolitischen Gedanken verabschieden, das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, mutiger werden und Neues erproben – auch in der Bildung.
MARIANNE PFISTER: Wir sprechen immer von integrierter Versorgung. Dabei bestehen heute noch viele Silos und man hält an den Kompetenzen der einzelnen Berufe fest. Ich hoffe, dass EFAS 5 diese etwas aufbricht. Es geht darum, den gemeinsamen Auftrag der Versorgung wahrzunehmen und keine Standespolitik zu betreiben. Im Zentrum steht die Frage: Welche Versorgung wollen wir erreichen, und welche Berufsgruppen mit welchen Kompetenzen werden dafür benötigt? Dazu brauchen wir eine gemeinsame Vision.

Wenn die Spitex künftig noch stärker digital unterstützt arbeitet: Welche Kompetenzen werden für alle Mitarbeitenden wichtiger? 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Fachpersonen treffen auf unterschiedliche digitale Hilfsmittel und Systeme. Sie müssen diese gezielt und korrekt anwenden, sich den Umgang mit neuen Geräten und Anwendungen aneignen und wissen, wo sie bei Bedarf Unterstützung erhalten. Ebenso wichtig ist die Selbstreflexion: Was kann ich sicher selbst ausführen, und wann muss ich nachfragen oder eine Fachperson beiziehen?
MARIANNE PFISTER: Auch die Klientinnen und Klienten werden, wie bereits erwähnt, digital affiner. So werden beispielsweise Klientinnen, Klienten und Angehörige künstliche Intelligenz zunehmend vor, während und nach einem Pflegekontakt einsetzen. Fachpersonen benötigen entsprechende Kompetenzen, um damit umzugehen. 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Ein Beispiel: Als Fachperson muss ich Daten, die Klienten mit eigenen Hilfsmitteln selbst gemessen haben, validieren können: Wurde richtig gemessen? Sind die Daten plausibel? Welche Bedeutung haben sie im Gesamtbild? Das erfordert kritisches Denken und klinische Beurteilung. So kann Doppelspurigkeit vermieden werden.

Wir kommen zur letzten Frage. Wie einleitend von Alexandra Heilbronner festgehalten, sollen sich Fachpersonen zwischen den verschiedenen Settings bewegen können. Welche Kompetenzen braucht es für die Arbeit zu Hause? 
ALEXANDRA HEILBRONNER: Besonders wichtig sind in diesem Setting Selbstständigkeit, Selbstorganisation, Verantwortungsübernahme und die Fähigkeit zur Koordination. 
MARIANNE PFISTER: Ich teile diese Ansicht. Allerdings: Wenn wir von Koordination sprechen, müssen wir sagen, was wir damit meinen. Spitex-Mitarbeitende müssen im Einsatz erkennen, welche weiteren Angebote oder Leistungserbringer nötig sind – und die richtigen Stellen informieren. Sie müssen nicht jede Leistung selbst organisieren oder ausführen. Sie brauchen aber den Überblick und müssen den Prozess anstossen und begleiten können.

Diese Berufsprofile sind künftig bei der Spitex gefragt
Spitex Schweiz will wissen, wie die aktuellen Berufs- und Kompetenzprofile im Spitex-Setting mit Blick auf die Zukunft weiterentwickelt werden müssen. Dazu hat der Verband 2025 eine Befragung unter seinen Mitgliedern durch­geführt, welche die aktuellen Herausforde­rungen festhielt. Zudem werden voraussichtlich im Sommer 2027 die Ergebnisse der Studie «Künftige Berufsprofile in der Spitex im Kontext Care@Home 2040» vorliegen. Die Studie soll die Antworten auf die Frage liefern, welche Kom­petenzen und Berufsprofile die Spitex-Organisationen im Jahr 2040 benötigen, um eine qualitativ hochwertige, integrierte und nachhaltige Versorgung zu Hause sicherzustellen und zu koordinieren.

Welche Rolle spielen Pflegehelfende, Fachfrauen und -männer Gesundheit, Fachfrauen und -männer Betreuung von Menschen im Alter, Pflegefachpersonen FH und HF sowie APN heute und in Zukunft in der Spitex? Wie können diese Berufsgruppen ihr Potenzial künftig voll entfalten? Und welche weiteren Berufsprofile könnten in der Spitex oder in ihren Netzwerken wichtiger werden? Wir haben bei Marianne Pfister (MP) und Alexandra Heilbronner (AH) nachgefragt.

Rolle heute und in Zukunft
BEIDE: APN verfügen über hohe klinische Expertise und können bei komplexen, sich rasch verändernden Situationen eine wichtige Rolle spielen. In einer weiterentwickelten interprofessionellen Versorgung arbeiten sie an der Schnittstelle der Versorgung und übernehmen im Rahmen von Tasksharing oder Taskshifting zusätzliche Verantwortung. Ihr Einsatz kann Komplikationen und Wiedereintritte ins Spital
verhindern und dadurch sowohl die Versorgung verbessern als auch Kosten sparen.

Potenzial entfalten
MP: Es braucht eine settingunabhängige Finanzierung, damit die APN mit ihren Kompetenzen dort eingesetzt werden kann, wo sie einen Mehrwert erbringt, so auch bei der Spitex.
AH: Klare Rahmenbedingungen: Rollen, Befugnisse und Verantwortlichkeiten von APN müssen klar definiert und ihre Leistungen angemessen tariflich abgebildet werden.

Rolle heute und in Zukunft
BEIDE: Ihre Bedeutung nimmt mit der steigenden Komplexität weiter zu. Sie übernehmen zentrale Aufgaben bei der Planung und Beurteilung komplexer Pflegesituationen, Fallverantwortung, nehmen klinische Einschätzungen vor, leiten andere Mitarbeitende an und koordinieren die Versorgung.

Potenzial entfalten
BEIDE: Damit sie diese Rolle ausfüllen können, braucht es organisatorische, rechtliche und tarifliche Rahmenbedingungen, die ihre Verantwortung tatsächlich ermöglichen und abgelten. Es darf nicht sein, dass wichtige Koordinationsarbeit geleistet wird, aber niemand dafür bezahlen will.

Rolle heute und in Zukunft 
AH: FaGe: Sie übernehmen vielfältige Aufgaben in der Pflege – von der Grundpflege bis zu spezialisierten Tätigkeiten innerhalb ihres Kompetenzbereichs. Erfahrene Fachpersonen könnten je nach Eignung und Weiterbildung auch Aufgaben in Querschnittsfunktionen übernehmen, etwa in der Koordination oder Digitalisierung. Denkbar ist beispielsweise, dass langjährige Mitarbeitende weniger direkte Pflegeeinsätze übernehmen und dafür ihre Erfahrung in solchen Funktionen einsetzen. FaBe: Sie bringen zusätzlich Kompetenzen in Betreuung und Alltagsgestaltung ein. Gerade im häuslichen Setting kann dieser Anteil künftig an Bedeutung gewinnen.
MP: FaGe: Die FaGe übernehmen in der Spitex vielfältige pflegerische Aufgaben innerhalb klar definierter Kompetenzen, wobei die Abgrenzung zu Pflegefachpersonen HF hinsichtlich Verantwortung, Fallführung und komplexen Situationen zentral bleibt. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen bezüglich einer kompetenzgerechten Einsetzung, der Attraktivität des Berufs und des langfristigen Berufsverbleibs. FaBe: Betreuung und Begleitung werden zunehmen. Dadurch wird diese Berufsgruppe in Zukunft wichtiger für die Spitex.

Potenzial entfalten
BEIDE: Attraktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten können helfen, Mitarbeitende langfristig im Beruf zu halten.

Rolle heute und in Zukunft
BEIDE: Pflegehelfende leisten heute und auch in Zukunft wichtige Unterstützung in der Grundpflege sowie in der Begleitung und Betreuung, diese Aufgabe wird an Wichtigkeit zunehmen.

Potenzial entfalten
BEIDE: Damit sie ihr Potenzial sicher einsetzen können, brauchen sie klar definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten, eine gute organisatorische
Einbettung und fachliche Begleitung.
MP: Der Kurs kann ein Einstieg in das Gesundheitswesen sein, zum Beispiel bei Menschen mit Migrationshintergrund.

Diese Berufsprofile könnten in der Spitex oder in ihren Netzwerken wichtiger werden
BEIDE: Sozialarbeitende, Case- und Netzwerk-Manager, Pflegefachpersonen, die sich in IT weitergebildet haben, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Psychiaterinnen und Psychiater, Psychologinnen und Psychologen.

  1. Alexandra Heilbronner ist ausgebildete Pflegefachfrau, verfügt über einen Executive MBA der HSG und ein Nachdiplomstudium in Health Administration der Universität Bern. ↩︎
  2. Marianne Pfister absolvierte eine Ausbildung zur Pflegefachfrau Psychiatrie, ein Jura-Studium und verfügt über einen Master of Advanced Studies in Health Administration (MHA). ↩︎
  3. «Care@Home 2040» ist das Zielbild von Spitex Schweiz dazu, wie Menschen 2040 zu Hause versorgt werden und welche Rolle die Spitex dabei einnimmt: www.spitexmagazin.ch/careathome2040 ↩︎
  4. Taskshifting (Aufgabenverlagerung) heisst, dass bestimmte Aufgaben im Gesundheitssystem von qualifizierterem Personal an Personal mit kürzerer Ausbildung oder weniger Qualifikation übertragen wird. Tasksharing (Aufgaben teilen) bedeutet, dass Aufgaben rational im Team verteilt und gemeinsam von verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlicher Qualifikationsstufen ausgeführt werden. (vgl. www.bag.admin.ch/de/agenda-grundversorgung#Umsetzung:-priorisierte-Massnahmen) ↩︎
  5. EFAS steht für «Einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen»; der Bund nennt die Reform aktuell «Einheitliche Finanzierung der Leistungen». Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir die Abkürzung EFAS. ↩︎

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