2 min 21. Juli 2026

Zweite Hitzewelle: Die IMAD tätigt 15’450 Anrufe

Während der zweiten Hitzewelle vom 7. bis 16. Juli 2026 hat die Genfer Spitex IMAD ihr Engagement für besonders gefährdete Personen fortgesetzt, die aufgrund der hohen Temperaturen als Risikogruppe gelten. Die Teams tätigten 15'450 Anrufe und leisteten zusätzlich 128 Hausbesuche. Acht Klientinnen und Klienten mussten hospitalisiert werden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Gesundheitsamt, dem Kantonsarzt, den Genfer Gemeinden sowie Partnern des Gesundheits- und Sozialwesens setzt die IMAD jeden Sommer einen Hitzeplan um. Dieser soll gesundheitliche Schäden durch hohe Temperaturen verhindern und Warnzeichen frühzeitig erkennen. In diesem Jahr profitieren laut der Medienmitteilung, auf der dieser Bericht beruht, mehr als 2500 durch die Hitze besonders gefährdete Personen von der intensivierten Betreuung durch IMAD.

Die täglichen Kontakte mit den Gefährdeten – telefonisch und/oder im Rahmen von Hausbesuchen – ermöglichen es den IMAD-Mitarbeitenden, den Gesundheitszustand der Klientinnen und Klienten zu beurteilen und einer Dehydrierung oder anderen hitzebedingten Komplikationen vorzubeugen. Bestehen nach einem Telefonat Zweifel am Gesundheitszustand, rücken die Pflegeteams unverzüglich für eine vertiefte Beurteilung vor Ort aus.
Die IMAD unterstützt zudem die Genfer Gemeinden bei der Betreuung besonders gefährdeter Personen, die normalerweise keine Leistungen der Spitex beziehen.

Erhöhte Wachsamkeit während der gesamten Hitzesaison
Der Hitzeplan der IMAD umfasst auch präventive Massnahmen, die während der gesamten saisonalen Überwachungsperiode von Mitte Mai bis Mitte September umgesetzt werden:

  • Für die Mitarbeitenden: Ein Plan zum Thema «Arbeit, Sonne und grosse Hitze» sieht technische und organisatorische Massnahmen vor, sobald bestimmte Temperaturschwellen überschritten werden. Zudem steht der betriebliche Gesundheits- und Sicherheitsdienst den Teams während der gesamten Hitzeperiode beratend zur Verfügung.
  • Für die Klientinnen und Klienten: Bei ihren Hausbesuchen erinnern die Mitarbeitenden an die wichtigsten Verhaltensregeln während Hitzeperioden und identifizieren Personen, deren Gesundheitszustand und/oder soziale Isolation sie einem erhöhten Risiko aussetzen. Diese präventive Begleitung wird während der gesamten kantonalen Hitzeüberwachungsperiode fortgeführt.

Empfehlungen
Da grosse Hitze schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann, wird allen Lesenden empfohlen:

  • Regelmässig zu trinken, auch ohne Durstgefühl.
  • Ausreichend zu essen.
  • Körperliche Anstrengungen sowie Aufenthalte im Freien während der heissesten Tagesstunden zu vermeiden.
  • Sich regelmässig abzukühlen.

Weitere Informationen zum Hitzeplan der IMAD gibts hier (auf Französisch)

Weitere Beiträge

«Jede Wunde heilt unter anderen Voraussetzungen»

Elisabeth Kohler-von Siebenthal ist eine erfahrene Wundexpertin auf unterschiedlichsten Ebenen. Im Interview berichtet die Mitarbeit...

Ein kunterbunter Spitex-Tag

Spitex-Organisationen aus der ganzen Schweiz haben am Nationalen Spitex-Tag vom Samstag, 7. September, auf sich und ihre grosse Flex...

Spitexverbände kündigen IV-Tarifvertrag

Die Spitexverbände haben den Tarifvertrag mit der Invalidenversicherung (IV) per Ende 2023 gekündigt, weil die seit Sommer 2022 lau...