2 min 8. Mai 2025

Daten, Qualität und Visionen – Erfolgsfaktoren der Zukunft der Spitex

«Erfolgsfaktoren Daten | Qualität | Visionen» – unter diesem Motto trafen sich am 7. Mai rund 125 Fachpersonen der Spitex-Branche zur Fachtagung «Zukunft: Spitex». Thomas Heiniger, Präsident von Spitex Schweiz, referierte am Anlass über die «Spitex morgen und übermorgen». Sein Fazit: «Die Spitex von morgen wird eine vernetzte, patientenorientierte Full-Service-Anbieterin sein.»

Der Vormittag der Fachtagung fokussierte auf die beiden Erfolgsfaktoren Daten und Qualität. Die Anwesenden erhielten Einblicke ins nationale Programm «DigiSanté», des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Projekt ist auf zehn Jahre ausgelegt und hat den Aufbau eines sicheren Gesundheitsdatenraums sowie den nahtlosen und flächendeckenden Datenaustausch zum Ziel. Weiter beleuchteten die Fachreferate den Umgang von älteren Menschen mit digitalen Technologien sowie die Nutzung von (Geo-)Daten für die Optimierung der Spitex-Leistungen. Im Programmblock zur Qualität standen die Einführung von Value Based Healthcare (VBHC) sowie «Mindset Qualität» im Zentrum.

In der zweiten Tageshälfte rückten Zukunftsvisionen in den Fokus. Nach einem Blick zurück auf 25 Jahre Digitalisierung diskutierten mehrere Schweizer Software-Anbieter in einem Streitgespräch über digitale Entwicklungen, Datensicherheit, Cloud-Lösungen, Echtzeit-Überwachung und selbstverständlich auch über den Einsatz von KI für die Pflege.

Thomas Heiniger, Präsident von Spitex Schweiz, sprach an der Tagung über die Zukunft der Spitex. Fotos: Markus Zehnder/Makanart

Die Spitex von (über-)morgen
Zum Schluss der Tagung warf Thomas Heiniger, Präsident von Spitex Schweiz, einen Blick in die Zukunft und auf die «Spitex von morgen und übermorgen». Er beleuchtete drei zentrale Entwicklungen: die demografische Alterung, die zunehmende Ambulantisierung und gesellschaftliche Veränderungen wie Individualisierung und Digitalisierung. «Diese Trends führen zu einem wachsenden Pflegebedarf, auch bei jüngeren Menschen. Und vor allem: sie verlangen innovative Antworten von der Spitex», sagte er.

Die demografische Alterung, die zunehmende Ambulantisierung und gesellschaftliche Veränderungen verlangen innovative Antworten von der Spitex.

Thomas Heiniger

Präsident Spitex Schweiz

Als grösste Herausforderungen nannte Thomas Heiniger die steigende Nachfrage, den Fachkräftemangel und die finanzielle Tragbarkeit der Leistungen. Gleichzeitig ist der Präsident von Spitex Schweiz überzeugt, dass die Spitex bereits heute vielversprechende Lösungsansätze für diese Herausforderungen hat: die koordinierte Versorgung in Netzwerken, neue Versorgungsmodelle wie «Patient@Home», eine aktive Rolle der Spitex in der Gesundheitsförderung und Prävention, die Einbindung pflegender Angehöriger unter fairen Bedingungen sowie innovative Dienstleistungen, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Und nicht zuletzt sieht Thomas Heiniger auch in der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) eine grosse Chance, Fehlanreize im System zu beseitigen und die ambulante Pflege langfristig abzusichern.  

Mit Blick auf all diese Entwicklungen kommt Thomas Heiniger zu einem klaren Fazit: «Die Spitex von morgen wird eine vernetzte, patientenorientierte Full-Service-Anbieterin sein.»

Mehr unter www.zukunft-spitex.ch

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