4 min 1. Oktober 2026

Mehr Sicherheit zu Hause. Mehr Zeit für die Pflege, dank dem Spitex Notruf

Immer mehr Menschen möchten auch im hohen Alter oder mit gesundheitlichen Einschränkungen möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause leben. Gleichzeitig stehen Spitex-Organisationen vor der Herausforderung, mit begrenzten personellen Ressourcen eine wachsende Zahl von Klientinnen und Klienten zu begleiten.

Nicht jede Situation erfordert einen Einsatz der Spitex. Oft braucht es vor allem die Gewissheit, dass im Ernstfall jederzeit Hilfe erreichbar ist.

Genau hier ergänzt der Spitex Notruf die pflegerische Versorgung. Nach einem Sturz oder bei einem medizinischen Notfall genügt ein Knopfdruck. Die rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale der Medicall AG alarmiert sofort die hinterlegten Angehörigen, die Spitex oder den Rettungsdienst und koordiniert die nächsten Schritte.

Davon profitieren alle Beteiligten. Klientinnen und Klienten gewinnen Sicherheit und können länger selbstbestimmt zu Hause leben. Angehörige werden entlastet, weil sie nur dann kontaktiert werden, wenn ihre Unterstützung tatsächlich erforderlich ist. Gleichzeitig kann die Spitex ihre Ressourcen gezielt dort einsetzen, wo pflegerische Leistungen gefragt sind.

Bereits heute vertrauen knapp 100 Spitex-Organisationen und über 500 Gemeinden auf diese Lösung. Seit der erweiterten Finanzierung der Notrufleistungen durch Ergänzungsleistungen können zudem noch mehr Menschen von einer Notruflösung profitieren.

Interview mit Jasmin Melitta Heeb
Bereichsleiterin Personennotuf / Mitglied der GL  bei Medicall AG

Frau Heeb, weshalb gewinnt der Personennotruf für die Spitex immer mehr an Bedeutung?
Der Bedarf an ambulanter Versorgung wächst kontinuierlich. Gleichzeitig bleibt qualifiziertes Personal knapp. Deshalb braucht es Lösungen, die Sicherheit schaffen und Mitarbeitende entlasten. Der Personennotruf ersetzt keine Pflege. Er schafft Sicherheit zwischen den Einsätzen und sorgt dafür, dass im Notfall sofort reagiert wird.

Viele denken beim Personennotruf zuerst an medizinische Notfälle. Tatsächlich handelt es sich bei einem grossen Teil unserer Alarme um Stürze. Oft braucht die betroffene Person Unterstützung, um wieder aufzustehen. Es gibt aber auch Situationen, in denen wir umgehend den Rettungsdienst oder andere Blaulichtorganisationen aufbieten.

Welchen Nutzen haben die Klientinnen und Klienten?
Der grösste Nutzen ist das Gefühl von Sicherheit. Unsere Klientinnen und Klienten wissen, dass sie jederzeit Hilfe anfordern können. Das gibt ihnen Vertrauen und ermöglicht vielen Menschen, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Auch Angehörige profitieren. Sie wissen, dass rund um die Uhr eine professionelle Notrufzentrale erreichbar ist und die Situation zuerst beurteilt. Dadurch werden sie entlastet und nur dann kontaktiert, wenn ihre Unterstützung tatsächlich benötigt wird.

Gerade nach einem Sturz zählt jede Minute. Viele Betroffene erholen sich davon nur langsam oder gar nicht vollständig. Nicht selten führt dies zu einem Verlust der Selbstständigkeit und letztlich zu einem früheren Eintritt in ein betreutes Wohn- oder Pflegeumfeld. Eine rasche Alarmierung kann deshalb entscheidend sein.

Jasmin Melitta Heeb
Bereichsleiterin Personennotuf / Mitglied der GL  bei Medicall AG

Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit für eine Spitex?
Die Spitex erweitert ihr Angebot um eine professionelle Notruflösung, ohne selbst eine eigene Notrufzentrale betreiben zu müssen.

Medicall übernimmt die Alarmbearbeitung, die technische Überwachung der Notrufgeräte und die Erreichbarkeit während 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Die Spitex entscheidet dabei selbst, ob sie bei Notrufen eigene Interventionen übernimmt oder ob ausschliesslich Angehörige oder Rettungsdienste aufgeboten werden.

So entsteht eine Lösung, die sich flexibel an die Bedürfnisse jeder Organisation anpassen lässt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass der Personennotruf genauso selbstverständlich wird wie ein Rauchmelder oder eine Autoversicherung.

Niemand schliesst eine Autoversicherung erst nach einem Unfall ab. Genauso sollte auch ein Notrufgerät nicht erst dann zum Thema werden, wenn jemand bereits mehrfach gestürzt oder gesundheitlich stark eingeschränkt ist.

Je früher sich Menschen mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen, desto länger können sie ihre Selbstständigkeit bewahren und mit einem guten Gefühl zu Hause leben.

Marc Klopfenstein
Geschäftsführer Spitex ReNoBe AG

Medicall AG
Zürichstrasse 38
8306 Brüttisellen
Telefon: 044 655 10 00
Website: medicall.ch

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