1 min 3. Februar 2026

Ambulante psychiatrische Pflege reduziert Hospitalisierungen

Erstmals zeigt eine Schweizer Studie der Berner Fachhochschule BFH: Die psychiatrische Spitex kann Hospitalisierungen deutlich reduzieren – in der Gesamtgruppe um bis zu 40 Prozent.

RED. Dies berichtet ein Beitrag auf der Website der Berner Fachhochschule BFH (Departement Gesundheit). Die Ergebnisse aus der Studie von Anna Hegedüs und Dirk Richter bestätigen Praxiserfahrungen, machen aber auch klar: Die Wirkung hängt stark vom Zeitpunkt des Einsatzes und vom individuellen Risiko ab. Und: Besonders Menschen mit früheren Zwangseinweisungen oder mehreren Klinikaufenthalten benötigen intensive Unterstützung.

Gemäss den beiden Forschenden seien drei Punkte zentral:

  • Früher Zugang: Viele Personen erhalten Spitex erst nach einer Krise. Eine frühere Anmeldung könnte helfen, Rückfälle präventiv zu vermeiden.
  • Besondere Aufmerksamkeit für Hochrisikogruppen: Personen mit kürzlichen oder mehrfachen Hospitalisationen benötigen intensivere, engmaschige Unterstützung.
  • Mehr Daten – bessere Aussagen: Bisher fehlen nationale Daten zu allen Spitex-Organisationen. Eine breitere Datengrundlage würde Wirksamkeitsanalysen deutlich verbessern.
Die BFH-Studie bestätigt wissenschaftlich, was Fachpersonen aus der Praxis seit Langem beobachten (Bild: Spitex Schweiz).

Grundlagenpapier schärft das Profil der ambulanten psychiatrischen Pflege
Ambulante psychiatrische Pflege (APP) kann dazu beitragen, dass die Alltagsbewältigung gefördert, eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht und Spitalaufenthalte vermieden werden. Mit einem Grundlagenpapier will Spitex Schweiz einen verbindlichen fachlichen Rahmen für APP schaffen.

Zum Artikel im Webmagazin.

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