Wie man sich auf das Ungewisse vorbereitet
Am liebsten habe ich Aufgaben, die ich noch nie gemacht habe: Das sieht man auch an meinem CV: Ärztin, Marketing-Mitarbeiterin an der Oper, Radiomoderatorin... Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch sagte ich meinem zukünftigen Chef, als er mir die Funktion beschrieb: «Ich weiss gar nicht, ob ich das kann.» Seine Antwort: «Mo mo, das können Sie schon.» Also nahm ich den Job an. Heute bin ich Geschäftsführerin dieses Unternehmens, der SAQ-QUALICON, wo wir Qualitätsmanager*innen ausbilden.
Wenn ich nichts im Griff habe, fängt das Leben an
Mit Ungewissheiten gelassen und kreativ umzugehen, gehört heute zum Joballtag – bei mir genauso wie vermutlich bei vielen anderen. Vor kurzem sollte ich zum Beispiel einen Workshop leiten, ohne zu wissen, wie viele Personen teilnehmen würden – von ganz wenig bis mehr als 200 Personen war alles möglich. Solche Situationen, die ich nicht kontrollieren und «im Griff haben» kann, sind Gelegenheiten, in denen ich viel lerne und jede Menge Spass habe.
Ich habe fünf Tipps und mein konkretes Vorgehen bei der Vorbereitung des Workshops mit ungewisser Teilnehmerzahl aufgeschrieben:

Fünf Tipps zum Umgang mit dem Ungewissen
- Investiere Deine Zeit ins Verstehen der Menschen, mit denen Du zu hast/zu tun haben wirst.
- Such Dir jemanden, der Dich unterstützt. Idealerweise ist das eine Person, die Dich bezüglich Fähigkeiten und Perspektiven ergänzt und die Dir ehrliches (auch kritisches!) Feedback gibt.
- Plane Dein Vorgehen und sei Dir bewusst, dass der Plan einzig und allein dazu dient, Dir ein sicheres Gefühl zu geben.
- Arbeite mit Tools und Materialien, die einfach und flexibel einsetzbar sind. Alles, was nur auf eine Art und Weise verwendet werden kann oder kompliziert in der Anwendung ist, schränkt ein. Denk daran, dass Papier und Stift Vorteile haben: Sie funktionieren ohne Strom und WLAN.
- Sei aufmerksam und mutig. Die Stimmung ist wichtiger als Dein Plan. Achte darauf, wie die Menschen reagieren und sei jederzeit bereit, Deine Vorbereitungen über den Haufen zu werfen.
Der Workshop: Zukunftswerkstatt für Inklusion
Eine Stiftung, die Dienstleistungen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung anbietet, wollte eine Zukunftswerkstatt zum Thema Inklusion durchführen. Zur gemeinsamen Auseinandersetzung wurden 250 Personen eingeladen: Klientinnen, Klienten, Fach- und Führungspersonen. Um die Schwelle zur Teilnahme niedrig zu halten, wurde auf eine Anmeldepflicht verzichtet.

Die Vorbereitungen
- Raum organisieren: Wir trafen eine mutige Annahme und rechneten mit der Hälfte aller Eingeladenen.
- Methode anpassen: Eine Zukunftswerkstatt dauert einen Tag. Menschen mit psychischer Beeinträchtigung können sich nicht so lange konzentrieren. Wir begrenzten die Dauer auf drei Stunden und reduzierten die Methode.
- Den Anfang erleichtern: Wir erstellten Vorlagen im Stil von Journal Books für die Arbeit in Gruppen.
- Viel Material mitnehmen: Wir nahmen Unmengen an Stiften, Kreiden, Tape, Papier, Überraschungseiern u.a. mit.
- Spontane Gruppen: Die Aufteilung auf 12 Arbeitsstationen überliessen wir den Teilnehmenden.

Wie man den Umgang mit Ungewissem lernen kann
Workshops moderieren, Stakeholder und deren Bedürfnisse verstehen, neue Herausforderungen bewältigen, kreative Lösungen finden und Verbesserungen im Unternehmen umsetzen – das lernt man im Lehrgang Qualitätsmanager Gesundheitswesen.
Lässt such sich auch zum NDS oder CAS erweitern.


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