2 min 24. November 2024

JA zur einheitlichen Finanzierung – eine wichtige Reform auch für die Spitex

Das Schweizer Stimmvolk hat der «einheitlichen Finanzierung im Gesundheitswesen» am 24. November zugestimmt. Thomas Heiniger, Präsident Spitex Schweiz, spricht von einem «wichtigen Grundstein im Schweizer Gesundheitswesen».

Mit 53,3 Prozent Ja-Stimmen hat die Schweizer Bevölkerung Ende November die «einheitliche Finanzierung im Gesundheitswesen angenommen. Auch Spitex Schweiz wird diese bedeutende Reform mit Überzeugung mittragen und umsetzen.
Die Reform wird die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen verbessern, weil ab 2028 alle stationären und ambulanten Dienstleistungen einheitlich aus einer Hand finanziert werden – ab 2032 auch in der Pflege. Das wird die Gesamtkosten im Gesundheitswesen massgeblich senken und die Prämienzahlenden werden entlastet, da sich die Kantone künftig an allen Gesundheitsleistungen beteiligen werden. Zudem stärkt die Reform die Pflege als wichtigen und integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung und fördert die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitsweisen.

Thomas Heiniger, Präsident Spitex Schweiz, freut sich: «Mit der Annahme der Reform haben wir zusammen einen wichtigen Grundstein im Schweizer Gesundheitswesen gelegt. Die einheitliche Finanzierung wird die Gesundheitsfinanzierung transparenter und einfacher machen, Fehlanreize beseitigen und – ganz wichtig – die koordinierte Versorgung und im Speziellen die Pflege stärken.» Thomas Heiniger betont aber auch, dass die grosse Arbeit bis zur Umsetzung 2032 im Pflegebereich erst noch vor uns liegt: «Jetzt müssen vergleichbare Datengrundlagen geschaffen, Tarifstrukturen ausgearbeitet und letztlich konkrete Tarife verhandelt werden. Diese Arbeiten wird Spitex Schweiz gemeinsam mit den anderen Pflegeverbänden und den Finanzierern ab 2025 in Angriff nehmen.»

Nahezu alle Dienstleistenden im Gesundheitswesen sowie Politikerinnen und Politiker von links bis rechts – sie alle haben sich für die bedeutende Reform eingesetzt. Und sich am 24.11.24 über die Annahme gefreut.

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