SmartLife Care ist neuer Premium­partner von Spitex Schweiz

Notrufgeräte verzögern den Heimeintritt und reduzieren das Sterberisiko nach einem Sturz – falls sie auf die Betroffenen nicht so stigmatisierend wirken, dass sie sie in eine Schublade legen und nie mehr hervorholen. Hier setzen die einfach zu bedienenden Produkte von SmartLife Care, dem neuen Premiumpartner von Spitex Schweiz, an: Sie bieten Sicherheit und sind chic zugleich.

Das Notrufmedaillon der Grossmutter sieht in den Augen der Enkelin eher aus wie ein Zauberknopf, mit dem Hilfe angefordert werden kann. Themenbild: SmartLife Care AG

KARIN MEIER. Jedes Jahr stürzen 17 000 Personen in der Schweiz so unglücklich, dass sie sich schwer verletzen und eine langwierige Rekonvaleszenz vor sich haben. 10 Prozent von ihnen sterben sogar. Sie sind fast ausnahmslos über 64 Jahre alt. Dies weist die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU aus. 

Notrufgeräte können Liegetraumata verhindern  
Rolf Bona, CEO und Product Development bei SmartLife Care, kennt nicht nur diese Zahlen, sondern auch die Lebensrealitäten dahinter. «Etwa jede zweite ­ältere Person kann nach einem Sturz nicht selbst wieder aufstehen», erklärt er. «Doch je länger sie liegen bleibt, desto höher ist ihr Risiko für Komplikationen oder gar den Tod. Denn Immobilität kann zu verschiedenen Liegetraumata führen. Dazu zählen etwa Dehydration, Lungenentzündung oder Blutgerinnsel.» Wie schnell die Betroffenen nach einem Sturz gefunden würden, sei deshalb schicksalsbestimmend für Seniorinnen und Senioren: «Je kürzer die Liegezeit ausfällt, desto höher ist die Chance, dass jemand sein Leben auf die gleiche Art und Weise wie vor dem Sturz fortführen kann.» 

Hier kommen moderne Notrufgeräte ins Spiel. Sie können Stürze zwar nicht verhindern, wohl aber deren Folgen abschwächen und damit etwa einen Heimeintritt verzögern. Im Schnitt können ältere Menschen laut Rolf Bona fast dreieinhalb Jahre länger zu Hause wohnen, wenn sie ein Notrufgerät haben. Voraussetzung ist, dass dieses technisch einwandfrei funktioniert und der Person so gut gefällt, dass sie es auch tatsächlich stets bei sich hat. SmartLife Care ist sich dieser Anforderungen sehr bewusst und hat Produkte entwickelt, welche sie erfüllen. 

Weil sie die Reaktions­zeiten verkürzen und damit den Schweregrad von ­gesundheitlichen Problemen reduzieren, entlasten Notrufsysteme Spitex-Organisationen.

Rolf Bona

CEO und Product Development bei SmartLife Care

Höchste Sicherheit auf dem Markt» 
Da ist einmal die technische Seite: Das Unternehmen ging aus der Swisscom hervor (vgl. Infokasten) und verfügt über viel Know-how im Umgang mit Datenübermittlung. Die über die Notrufgeräte ausgelösten Alarme werden alle redundant geführt. Das bedeutet: Steigt das Netz der Swisscom aus, über das die Notfälle in der Regel übermittelt werden, kommt das Netz eines anderen Telekom-Anbieters zum Tragen. Auch ein Stromausfall wird aufgefangen: Die Geräte von SmartLife Care enthalten entweder einen integrierten Notstrom-Akku, der mindestens 18 Stunden lang überbrücken kann, oder einen regulären Akku mit mindestens 24 Stunden Laufzeit. Weil der Alarm über Funk oder Sprache ausgelöst wird, funktionieren die Notrufgeräte auch in Räumen mit schlechter Mobilfunkverbindung. Smartwatches oder gar Smartphones werden bei SmartLife Care deshalb keine verwendet. «Wir bieten die höchste Sicherheit auf dem Markt, selbst im internationalen Vergleich», betont Rolf Bona. 

SmartLife Care überwacht dabei nur die Geräte, nicht aber die Personen. So gibt es zum Beispiel keine Tracking-Funktionen, mit denen Personen lokalisiert oder deren Bewegungsmuster aufgezeichnet werden könnten. Wegen ethischer Bedenken kommt auch künstliche Intelligenz (KI) nur im Marketing und anderen Bereichen zum Einsatz, bei denen kein direkter Kundenkontakt besteht. «Wir wollen nicht, dass KI bei uns Anrufe entgegennimmt oder Alarme weiterleitet. Denn bei uns stehen die Menschen im Zentrum, nicht die Maschinen», erklärt Rolf Bona. 

SmartLife Care: Zahlen und Fakten

2015 lancierte Swisscom nach fünfjähriger Aufbauarbeit den Notrufdienst SmartLife Care. 2017 wurde der Bereich in eine eigenständige Firma überführt, die Swisscom und dem Versicherungsunternehmen Helvetia gehört. Im selben Jahr verzeichnete SmartLife Care bereits 10 000 Aufschaltungen und gewann einen renommierten «red dot»-Designpreis. 2018 brachte es als Weltneuheit das sprachgesteuerte Notrufgerät «Allegra» auf den Markt, was mit einem Innovationspreis gewürdigt wurde. Bis im Frühling 2023 stieg die Zahl der Aufschaltungen auf 33 333 an. Für das Unternehmen arbeiten rund 40 Mitarbeitende, die Mehrheit von ihnen im 24-Stunden-­Notfalldienst. 

Die Zusammenarbeit mit Spitex Schweiz begann 2018, als SmartLife Care deren offizieller Not­rufpartner wurde. Auf Anfang 2024 wurde die Kooperation intensiviert: SmartLife Care ist seither ein Premiumpartner von Spitex Schweiz. 

SmartLife-Care-Hotline: 0848 65 65 65 (täglich von 6.30 bis 20 Uhr)

www.smartlife-care.ch

Äusserlich nicht von Accessoires zu unterscheiden  
Nebst zuverlässiger Technik zeichnen sich die Produkte von SmartLife Care durch ihr ansprechendes Design aus: Die Knöpfe, die man im Notfall drückt, sind in attraktive Notrufuhren, Notrufarmbänder oder Notrufmedaillons integriert. Diese sehen wie normale Accessoires aus, weshalb eine Stigmatisierung als «gebrechliche Person», wie sie auffällige Notrufgeräte bewirken könnten, ausbleibt. Am beliebtesten seien die Notrufarmbänder, weil sich diese dank elastischem Band besonderes einfach an- und abziehen lassen. Für besonders fragile Personen sind zusätzlich spritzwasserfeste Alarmtasten fürs Bad sowie in die Knöpfe integrierte Fallsensoren erhältlich. Weiter können bei SmartLife Care Rauchmelder bezogen werden. 

Die Knöpfe und Alarmtasten verbinden sich über Funk oder Sprache mit einem Basisgerät, das den Alarm auslöst. Erhältlich sind stationäre Basisgeräte, die ausschliesslich für das Wohnungs- oder Hausinnere vorgesehen sind. Ein weiteres Gerät wurde für Situationen entwickelt, in denen die Personen unterwegs sind. Als dritte Möglichkeit gibt es ein Gerät, das drinnen und draussen eingesetzt werden kann. Rolf Bona vergleicht die Geräte, die man in die Handtasche steckt, mit einer Sprühdose, die viele Frauen kennen dürften: «Mit 18 nahm man das Pfefferspray mit in den Ausgang. Mit 85 hat man eines unserer Notrufgeräte dabei. Die Idee ist dieselbe: Man braucht es hoffentlich nie, aber es gibt einem Sicherheit.» 

Die Spitex und wir möchten, dass Menschen so lange wie möglich
selbstbestimmt daheim leben
können.

ROLF BONA

CEO und Product Development bei SmartLife Care

Drei Abo-Varianten verfügbar 
Welche Art von Alarm ausgelöst werden soll, wird über das Abo geregelt, das man bei SmartLife Care löst. Im Abo «Basic» werden ausschliesslich private Kontakte kontaktiert. Beim Abo «Comfort» wird der Alarm, falls keine der hinterlegten Privatpersonen reagiert, an die firmeneigene, rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale weitergeleitet. Täglich rund 240 Alarme gehen dort ein. Das Abo «Professional» schliesslich schickt den Alarm direkt an die Notrufzentrale. 

Dank der grossen Auswahl an Notfallknöpfen, Geräten und Abonnements kann SmartLife Care flexibel auf die Bedürfnisse seiner Kundinnen und Kunden eingehen. Eine wichtige Rolle spielt die Beratung durch die Mitarbeitenden des Kundendiensts. Sie sind meist über 50 Jahre alt und haben Geduld und Empathie. «Die Mitarbeitenden können sich in die Kundinnen und Kunden hineinversetzen und ihnen die Geräte so erklären, dass sie wissen, wie sie funktionieren», sagt Rolf Bona. Weil sich auch viele Angehörige vor oder nach der Arbeit über die Hotline melden, ist sie schon morgens ab 6.30 Uhr und bis abends um 20 Uhr besetzt. 

Gemeinsam mit der Spitex 
Von der Premiumpartnerschaft mit Spitex Schweiz erhofft sich Rolf Bona viel: «Die Spitex und wir haben dasselbe Interesse: Wir möchten, dass Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt daheim leben können. Dafür braucht es ein starkes Netzwerk. Die Spitex-­Organisationen und wir sind ein Teil davon.» Seine ­Vision ist es, dass Spitex-Organisationen in das Notruf-System eingebunden werden, wie dies im benachbarten Ausland längst Standard sei. «Weil sie die Reaktionszeiten verkürzen und damit den Schweregrad von gesundheitlichen Problemen reduzieren, entlasten Notrufsysteme Spitex-Organisationen. Dies ist wissenschaftlich belegt. Ebenfalls erwiesen ist die präventive Wirkung von Notrufgeräten: Die Nutzer bewegen sich mehr, was zu ihrer Gesundheit beiträgt und Einsätze der Spitex reduzieren kann», sagt Rolf Bona.  

Die Interessen von SmartLife Care seien übrigens nicht nur kommerziell, betont Rolf Bona: «Verzögerte Heimeintritte entlasten das Gesundheitssystem, wovon die ganze Gesellschaft profitiert.» Seine soziale Ader zeigt das Unternehmen auch anderswo: Wer Ergänzungsleistungen bezieht, erhält ein vergünstigtes Abo. 

Einige der Produkte von SmartLife Care: Das Notrufgerät Flex, das Notrufmedaillon Azzurro und die Notrufuhr Serena.

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