Kompetenzen und Techniken wie im Spital – aber durch die Spitex

Im Rahmen des Angebots «Hospitalisation à Domicile» versorgt die IMAD im Auftrag eines Arztes von A bis Z Klientinnen und Klienten zu Hause, die eigentlich hospitalisiert sein müssten. Und im Rahmen eines Pilotprojekts der Waadtländer Spitex AVASAD wird die Präsenz von Pflegefachpersonen ausgebaut, um nach einem Spitalaufenthalt die Rehabilitation zu Hause zu ermöglichen.

Johan Astrom kann dank der Genfer Spitex, hier Pflegefachfrau Sophie Chopineau-Bannerot, zu Hause hospitalisiert sein. Bild: Fred Merz

PIERRE GUMY. Im Dezember 2022 verlässt Johan Astrom die Skipiste im französischen Sallanches mit dem Rettungshubschrauber – nach einem Skiunfall muss das Knie des Genfers mit schwedischen Wurzeln notoperiert werden, und daraufhin muss er sich zwei weiteren Eingriffen an seinem bewegungsunfähigen Bein unterziehen. «Meine Frau und meine Kinder waren beim Unfall dabei, der auch für sie traumatisch war. Ich konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und sie zu beruhigen», erzählt Johan Astrom heute, nachdem er in seine Wohnung zurückkehren konnte und von der Genfer Spitex IMAD (institution genevoise de maintien à domicile) gepflegt wird. Die Zeit bis hierhin war aber nicht einfach. «Ich verliess das Krankenhaus erstmals am 10. Januar. Zu Hause bekam ich aber schnell Fieber und musste wieder ins Spital, weil sich meine Wunde infiziert hatte», berichtet er. Es folgten drei Operationen, um die Wunde zu reinigen und einen besseren Heilungsprozess zu ermöglichen. «Für meine Frau war diese Zeit sehr herausfordernd. Sie musste das Familienleben, die Spitalbesuche und ihre Arbeit allein bewältigen. Man weiss nie, wie lange man im Spital bleiben muss, aber für mich kam es nicht infrage, dies länger als unbedingt nötig zu tun.»

Um den Wunsch des Patienten zu erfüllen, kommt  «Hospitalisation à Domicile» (HAD) der IMAD ins Spiel – also das Angebot «Spital zu Hause», das in der Deutschschweiz oft mit dem englischen «Hospital at Home» bezeichnet wird (vgl. Ausführungen im Interview). Die IMAD wurde vom Kanton Genf beauftragt, alle Gesundheitsleistungen ausserhalb des Spitals und des stationären Settings zu koordinieren. Darum hat die Spitex-Organisation HAD bereits 1997 initiiert – ein Angebot, das hoch spezialisierte Leistungen umfasst, die nach Spitex-Tarifen abgerechnet werden. Seither hat sich HAD weiterentwickelt und besteht heute aus einem allgemeinen Bereich sowie aus zwei weiteren, die auf Pädiatrie beziehungsweise Onkologiepflege spezialisiert sind – und alle Teams sind rund um die Uhr einsatzbereit.

Johan Astrom kann frühzeitig nach Hause zurückkehren, weil das allgemeine HAD-Team seine Akutversorgung fortsetzt, um eine weitere Infektion zu verhindern. «Ich muss ständig Antibiotika über einen zentralen Zugang erhalten. Eine Infusion folgt also einer Vene bis zu meinem Herzen», erklärt der Klient, während Pflegefachfrau Sophie Chopineau-Bannerot alle erforderlichen Handgriffe ausführt, um für Nachschub an Antibiotika zu sorgen. Von den Spitex-Mitarbeitenden gut informiert, fährt der 48-Jährige fort: «Eine Pflegefachfrau muss diese Handlung durchführen, weil das Mittel direkten Zugang zu meinem Herzen hat.» Methodisch und mithilfe von viel Pflegematerial ersetzt Sophie Chopineau-Bannerot das Antibiotikum, während sie die ordnungsgemässe Funktion des Katheters überwacht. Der Vorgang dauert nicht lange, aber sie ist hoch konzentriert.

Für mich kam es nicht infrage, länger als unbedingt nötig im Spital zu bleiben.

Johan Astrom

Klient der Genfer Spitex IMAD

Johan Astrom und IMAD-Pflegefachfrau Sophie Chopineau-Bannerot. Foto: Fred Merz

«Hospitalisation à Domicile» am Weltkongress und im Detail
Von 30. März bis 1. April 2023 weilten Fabrice Léocadie, Leiter des Zentrums für «Hospitalisa­tion à domicile» (HAD) der IMAD, und drei weitere Fachpersonen der Genfer Spitex am «World Hospital At Home Congress» in Barcelona. Sie hatten dort die Gelegenheit, HAD detailliert vorzustellen: «HAD erfordert ein hervorragend ausgebildetes und autonomes Pflegefachper­sonal, um einerseits qualitativ hochwertige Gesundheitsleistungen zu erbringen und sich ­andererseits als unumgänglicher Partner für die Koordination der Hospitalisierung zu Hause zu profilieren», erklärt Fabrice Léocadie. Die IMAD bilde kontinuierlich ein Team von rund 50 Fachk­räften aus und weiter, um HAD gewährleisten zu können. Das Angebot kommt in akuten Fällen bis zu 15 Tage nach einer Spitalentlassung zum Tragen oder wenn eine hochkomplexe, langfristige Pflege zu Hause nötig ist (Interventionen von über vier Stunden pro Tag). Das HAD-Team übernimmt zudem eine unterstützende Rolle für alle IMAD-Mitarbeitenden, die chronisch kranke Menschen pflegen und betreuen. «Das Angebot der IMAD ermöglicht es, die Spitäler bei Spitzenbelastungen zu entlasten», fügt Fabrice Léocadie an. Der Erfolg von HAD hänge dabei stark vom Profil der Pflegefachkräfte ab. «Sie brauchen sowohl Spitzenqualifikationen als auch die nötige Erfahrung, um allein in Privathaushalten zu arbeiten – und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden.» Klar ist für ihn, wie sich diese Dienstleistung weiterentwickeln wird: «In Zukunft wird die Hospitalisierung zu Hause die Norm sein und das Spital die Ausnahme.»

‹Hospitalisaton à domicile› folgt den gleichen Protokollen wie
die stationäre Pflege, vermeidet aber die Kosten rund um ein
Spitalbett.

Fabrice Léocadie

Leiter «Hospitalisation à Domicile» bei IMAD

Hospitalisiert und doch im Homeoffice
Um eine normalerweise von Spitälern ausgeführte ­Pflege zu Hause anbieten zu können, arbeitet die IMAD in enger Partnerschaft mit einem Arzt zusammen, der die Spitex auch beauftragt. Der Arzt beurteilt die Risiken der Pflege zu Hause, und zum Beispiel auch die Autonomie eines Klienten sowie dessen Fähigkeit, gewisse Behandlungen zu erlernen und an sich selbst durchzuführen. «In solchen Situationen besteht die Aufgabe der IMAD darin, die Klientin oder den Klienten für das Erlangen von mehr Selbstständigkeit zu schulen. In Zusammenarbeit mit dem Arzt kann daraufhin vereinbart werden, dass die Klientin oder der Klient während der Hospitalisation zu Hause nach und nach bestimmte Aktivitäten wieder aufnimmt», erklärt Sophie Chopineau-Bannerot. Johan Astrom ist für sie ein Beispiel für die erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe: Er injiziert sich täglich selbst ein Blutverdünnungsmittel, und der portable Diffusor für sein Antibiotikum ermöglicht es ihm, sich frei zu bewegen, zu kochen und an manchen Wochenenden sogar auszugehen. Der Einsatz des HAD-Teams fügt sich so nahtlos in den Alltag von Johan Astrom ein, sodass man denken könnte, die Akutpflege zu Hause sei eine Selbstverständlichkeit. Doch die Dienstleistung erfordert die sorgfältige Koordination mit einer Vielzahl von Partnern im Gesundheitswesen und eine optimale Ausbildung des Pflegepersonals. Beispielsweise hat die IMAD auch «infirmiers et infirmières de liaison» (Verbindungs-­Pflegefachpersonen, vgl. Infokasten) angestellt, obwohl deren Arbeitsort hauptsächlich das Spital ist.

Das von der IMAD angebotene «Hospitalisation à Domicile»-Modell, das auch in anderen Regionen der Romandie umgesetzt wird, stellt laut Angaben der IMAD in der Schweiz und weltweit eine Seltenheit dar. Im benachbarten Frankreich werde diese Art von Dienstleistung immer von einem Arzt miterbracht und in Zürich werde «Hospital at Home» auch mithilfe von Ärztinnen und Ärzten vor Ort umgesetzt (vgl. Infokasten zu «Visit» im Interview), erklärt Fabrice Léocadie, Leiter HAD der IMAD. «In der Westschweiz hingegen ist ein nicht medizinisches Modell vorherrschend.» Fabrice Léocadie konnte die Vorteile und Herausforderungen dieser Art von Pflegeleistungen kürzlich auf dem dritten «World Hospital at Home Congress» vorstellen. «Das Angebot der IMAD folgt den gleichen Protokollen wie die stationäre Pflege, vermeidet aber die Kosten rund um das Spitalbett. Denn unsere Teams führen komplexe Behandlungen wie Bluttransfusionen oder parenterale Ernährung zu Hause durch», sagt er und betont die Bedeutung der «infirmières und infirmiers de liaison» für das Angebot: «Sie übernehmen die Rolle von Vermittlerinnen und Vermittlern zwischen allen Beteiligten und sorgen dafür, dass der Pflegebedarf und die Erwartungen der Patientinnen und Patienten richtig antizipiert werden», erklärt er.

Den klientenorientierten Ansatz von HAD schätzt auch Johan Astrom. «Treffen die Mitarbeitenden der IMAD hier ein, wollen sie in erster Linie wissen, wie es mir geht und ob ich Fragen zur Behandlung habe. Sie nehmen sich wirklich Zeit für diesen Austausch, und dies in einer professionellen und zugleich familiären Atmosphäre», lobt er. Der Genfer hat schnell seine Beweglichkeit zurückgewonnen und kann so wieder Muskelmasse aufbauen, nachdem er beinahe 15 Kilogramm Körpergewicht verloren hatte. Trotz ruhiggestelltem Bein und Antibiotika hat er im Homeoffice seine berufliche Tätigkeit teilweise wieder aufgenommen. Ohne die Pflege und Betreuung durch die IMAD wäre dies für ihn nicht vorstellbar. «Ich führe wieder ein normales Leben. Und für meine ganze Familie ist es eine Erleichterung, dass ich zu Hause hospitalisiert sein kann», sagt er. «Meine Angehörigen sehen, wie ich von Tag zu Tag gesünder werde, und machen sich so weniger Sorgen. Jetzt kann ich in die Zukunft blicken: Im Idealfall möchte ich diesen Sommer mit meiner Familie in die Ferien nach Schweden fahren.»

Eine Ausbildung, die Kooperationen fördert
Seit 2020 bietet die Hochschule für Gesundheit La Source in Lausanne VD (www.ecolelasource.ch) ein Certificate of Advanced Studies (CAS) in ­«Coordination des soins et travail en réseau» (Pflegekoordination und Netzwerkarbeit) an. Dieses ist beliebt bei «infirmiers et infirmières de liaison» – also bei Verbindungs-Pflege­fachpersonen, die Patientinnen und Patienten nach dem Spitalaustritt begleiten. In den Basismodulen werden Themen wie Case Management, Koordination und Partnerschaften behandelt. «In diesem CAS werden Kompetenzen in Bezug auf ein Netzwerk entwickelt, das über die Achse Spital-Zuhause hinausgeht», erklärt Séverine Schusselé-Filliettaz, Leiterin des CAS. Nebenmodule vertiefen unter anderem die ethische Führung und die Unterstützung von Angehörigen. «Das Personal in Pflege und Medizin ist nicht omnipotent. Zum Wohl der ­Patientinnen und Patienten ist darum eine Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des ­Gesundheitswesens, den Betroffenen und ihrem Umfeld die beste Lösung», erläutert Séverine Schusselé-Filliettaz – und betont, dass sie darum aktuelle Ansätze wie die Strategie «Gesundheit2030» begrüsse. Diese macht die Stärkung der integrierten Versorgung zu einem der 16 gesundheitspolitischen Schwerpunkte des Bundes­rates: www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/gesundheit-2030.html

IMAD sorgt für eine Spital-äquivalente Behandlung zu Hause. Foto: Fred Merz

Ein Pilotprojekt von AVASAD: READOM
Die Waadtländer Spitex AVASAD (Association vaudoise d’aide et de soins à domicile) hat 2022 ein Pilotprojekt zum Thema «Rehabilitation zu Hause» in den sozialmedizinischen Zentren (SMZ) von Sainte-Croix und Gland Ville lanciert. Mithilfe eines kurzen, intensiven Programms sollen Klientinnen und Klienten ihre Selbstständigkeit zu Hause wiedererlangen, statt in einem stationären Setting zu bleiben. Ziel ist es, die vertraute Umgebung für die schnelle Förderung der Autonomie zu nutzen und einem Funktionsverlust vorzubeugen. «Direkt nach der Entlassung aus dem Spital wird die Klientin oder der Klient täglich von Fachpersonen besucht, die für die Rehabilitation unerlässlich sind, zum Beispiel von Ergo- und Physiotherapeutinnen. Die Spitex-Mitarbeitenden besuchen die Klientin und den Klienten zudem bei Bedarf mehrmals täglich, um die Situation laufend zu überwachen und neu zu bewerten», erklärt Pflegefachfrau Thaïs Bonvin, die das zuständige Team im SMZ Sainte-Croix leitet. Ein Arzt schätze zudem gemeinsam mit der Pflege vorgängig das Rehabilitationspotenzial der Klientin oder des Klienten ein und entscheide, ob auch eine Behandlung zu Hause in Betracht gezogen werden könne.

Das Programm zeichnet sich vor allem durch seine Intensität aus: Die Vielfalt der involvierten Fachpersonen sowie die Häufigkeit ihrer Einsätze machen diese Art der Rehabilitation nun auch zu Hause möglich. «Diese Intensität ist notwendig, auch wenn man nach der Rückkehr nach Hause Ruhe benötigt. Denn das Programm zielt nicht nur darauf, der Klientin oder dem Klienten ein Leben in der vertrauten Umgebung zu er­möglichen, sondern auch auf eine Verbesserung der Selbstständigkeit. Und dafür sind die drei Wochen nach einem Spitalaufenthalt entscheidend», erläutert Thaïs Bonvin.

Das Programm zielt nicht nur darauf, der Klientin oder dem Klienten ein Leben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen, sondern auch auf eine Verbesserung der Selbstständigkeit.

Thaïs Bonvin

SMZ Sainte-Croix

Präsent sein, um Dinge geschehen zu lassen
«Ich habe Vertrauen, wenn sie da sind», sagt Denis ­Paillard. Für ihn war das Angebot der Rehabilitation zu Hause eine willkommene Abwechslung in einem ­Versorgungsverlauf, der teilweise anmutete wie ein Labyrinth. «Ich wurde mehrmals wegen eines Lymphoms ins Spital eingewiesen, derzeit habe ich das dritte. Und dieses Mal wurde bei mir nach mehreren Stürzen auch Parkinson diagnostiziert», berichtet der 80-Jährige. Das SMZ von Sainte-Croix hat die gesamte Koordination für seine Rehabilitation zu Hause übernommen. Zwei ­Physiotherapeutinnen besuchen ihn während dreier Wochen regelmässig, zusätzlich zu den zwei täglichen Besuchen des Pflegepersonals. Angesichts des Gewichtsverlusts des Klienten wurde zudem eine Ernährungsberaterin des SMZ eingeschaltet. In anderen Fällen besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem SMZ und externen Fachpersonen wie Fachärztinnen und Fachärzten für Geriatrie oder auch Logopädinnen und Logopäden. So wird ein interprofessionelles Netzwerk aufgebaut, das beachtliche Ausmasse annehmen kann – in dessen Mittelpunkt aber immer die Klientin oder der Klient steht. Gemeinsam mit ihr oder ihm werden auch die Ziele des Programms festgelegt, regelmässig evaluiert und bei Bedarf angepasst. 

Der Gesundheitszustand von Denis Paillard lässt es nicht mehr zu, dass er zur Behandlung seiner Krebserkrankung nach Lausanne reist. «Ich habe mich für die Palliativpflege entschieden», sagt er. Für ihn und seine Frau bedeutet die Möglichkeit einer Rehabilitation zu Hause eine Erleichterung. «Nach zwölf Tagen langweilte ich mich im Spital sehr», sagt er und berichtet humorvoll, worauf er sich zu Hause gefreut hat: «Auf meinen besten Freund, mein Sofa. Auf meine Möbel, meinen Hund und natürlich auf meine Frau», zählt der Senior lächelnd auf. Seine Frau Jacqueline Paillard, die kürzlich an beiden Beinen operiert wurde, erklärt derweil, sie könne «etwas durchatmen» dadurch, dass ihr Mann allmählich seine Selbstständigkeit zu Hause wiedererlangt. Für Pflegehelferin Bettina Forlesi liegt ein Vorteil des Programms darin, dass es klare Ziele für einen bestimmten Zeitraum setzt. «Durch unsere häufigen Einsätze können wir Fortschritte der Klientinnen und Klienten gut sichtbar machen. Und wir können sie bei alltäglichen Handlungen begleiten und fördern, damit sie ihre Selbstständigkeit erhalten oder ausbauen.» Das Angebot der Rehabilitation zu Hause ist in den SMZ von Sainte-Croix und Gland Ville ein Erfolg – und wird darum schrittweise auf alle SMZ im Kanton ausgeweitet.


Spitex-Klient Denis Paillard aus Sainte-Croix VD mit seiner Frau Jacqueline und Spitex-Mitarbeiterin Bettina Forlesi. Bild: Pierre Gumy

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